„Weihnachten im Integrationskurs“

 

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge  (BAMF) und Deutsche Angestellten-Akademie veranstalteten gemeinsame Pressekonferenz in einem Integrationskurs der DAA Nürnberg

 

„Weihnachten im Integrationskurs“ unter diesem Motto fand am 19.12.2012 eine gemeinsame Pressekonferenz vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge  (BAMF) und der Deutschen Angestellten-Akademie in Nürnberg statt. Ziel der Veranstaltung war es, das System der vom Bundesamt geförderten Integrationskurse vorzustellen, die neusten statistischen Auswertungen zu präsentieren und den anwesenden Journalisten einen konkreten Einblick zu gewähren, wie Integrationskurse in der Praxis umgesetzt werden. Parallel dazu wurde den Pressevertretern die Möglichkeit eingeräumt, einer Unterrichtsstunde beizuwohnen, in der -passend zum Datum- das Thema „Weihnachten in Deutschland“ behandelt wurde. Als geeigneten Veranstaltungsort hatte das Bundesamt die DAA Nürnberg ausgewählt, die als langjährige Trägerin von Integrationskursen das Angebot erhielt, ihre seit dem Jahr 1977 währenden Erfahrungen bei der Integration geflüchteter oder immigrierter Menschen zu präsentieren.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Andrea Brinkmann, Pressesprecherin des Bundesamts, und Herrn Peter Fügl, Zweigstellenleiter der DAA Nordbayern wurden statistische Daten für das Jahr 2016 präsentiert und sinnvolle Veränderungen in der Struktur von Integrationskursen erläutert. So wurden zum Beispiel die Rahmenlehrpläne mit dem Ziel einer stärkeren Ausrichtung auf berufsbezogene Sprachhandlungen und Wertevermittlung überarbeitet. Was so viel bedeutet, dass der Orientierungskurs zur Vermittlung von Kenntnissen zur Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands um 40 Stunden erweitert wurde.

„Unsere Integrationskurse sollen verstärkt Werte vermitteln“, sagt Carola Cichos, Referatsleiterin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Cichos zufolge wird nun auch im Sprachkurs die Wertevermittlung noch bewusster als Lernziel gesetzt. Ein Unterrichtsbeispiel einer deutschen Familie etwa könnten eine berufstätige Mutter und ein Vater, der sich um den Haushalt kümmert, sein. Auch seien Themen wie Arbeit und Arbeitssuche ausgebaut worden.

Aber auch Weihnachten findet jetzt Platz im Lehrplan. „Wir wollen unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern klarmachen, dass es Teil unserer Kultur ist“, erklärte Daria Semlali, die im DAA-Integrationskurs 171 unterrichtet, der dann im zweiten Teil der Veranstaltung im Mittelpunkt stehen sollte. Neben zahlreichen Pressevertretern hatten dort auch vier Kamerateams (ARD, SAT1, RTL, global-news) die Gelegenheit, die aus 10 unterschiedlichen Herkunftsländern kommenden Kursteilnehmer zu interviewen.

Omar, ein sunnitischer Muslim aus Bagdad, musste nicht erst in Nürnberg lernen, was Weihnachten ist. Der 30-Jährige erzählt in schon erstaunlich fließendem Deutsch, dass er auch in Bagdad schon immer Weihnachten gefeiert hat. „Wir haben einen Christbaum gekauft und einen ganz speziellen süßen Kuchen gebacken“, sagt er. Ein Problem mit dem Weihnachtsfest, bei dem die Geburt Christi gefeiert wird, haben viele Muslime schon deshalb nicht, weil sie selbst Jesus als Propheten sehen.

Vorbereitet und organisiert wurde die Veranstaltung von Herrn Sven Zemlényi, der als Bereichsleiter der DAA Nürnberg schon seit einigen Jahren für die Integrationskurse zuständig ist. Zusammen mit seinem Team wurde ihm von der Pressesprecherin des Bundesamts ausdrücklich für die gelungene Veranstaltung gedankt, die, sollte sich ein Anlass ergeben, wiederholt werden könnte.

Mm 1/17

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